Donnerstag, 30. Oktober 2014

Gebrauchte Geschenke?

Das Thema Geschenke ist ja immer so eine Sache.
Ich selbst freue mich immer über selbstgemachte Geschenke, egal was es ist, der/die Schenkende hat sich die Zeit genommen und etwas für mich hergestellt.
Selbst verschenke ich auch manchmal Selbstgemachtes, meistens aber nur innerhalb meiner Familie. Meine Eltern freuen sich immer über selbstgestrickte Socken, Herr Müller auch und das Müllerchen tobt fröhlich auf den Jeanskissen herum.
Ansonsten halte ich mich eigentlich immer zurück. Warum, kann ich noch nicht einmal sagen, denn - auch wenn ich es selbst sage - ich kann sehr gut stricken und nähen. Leider habe ich keine Overlock, T-Shirts und Sweatshirts fürs Müllerchen sehen nicht ganz so profimässig aus. Bis jetzt hat das aber niemand moniert (oder sich schlicht und einfach nicht getraut haha).

Aber komme ich mal zum eigentlichen Grund für diesen Post: Das Müllerchen hat demnächst Geburtstag (äusserst praktisch, so kurz vor Sinterklaas und Weihnachten...) und meiner Meinung nach hat unser Sohn schon viel zuviel.
Er spielt am liebsten mit Lego Duplo und seiner Holzeisenbahn oder draussen im Sandkasten, notfalls - oder mit voller Absicht - auch im Matsch. Ob die Sachen funkelniegelnagelneu sind oder schon gebraucht, das macht ihm nix aus. Und ehrlich gesagt, nach kurzer Zeit sehen auch ladenneue Spielzeugautos ein wenig ramponiert aus. Das macht alles nichts, denn er hat Spass und für etwaige Geschwister wird hier nichts aufgehoben, die werden nämlich nicht kommen ;-)

Freunde haben letztens gefragt, ob wir ein Problem hätten, wenn sie dem Müllerchen den alten sprich gebrauchten Papierrollenhalter ihrer Enkelkinder zum Geburtstag schenken würden. Sie wollten ursprünglich einen neuen kaufen, aber es gibt das bestimmte Exemplar nicht mehr im Handel. Ich kenne diesen Halter, er ist wirklich praktisch und vorallem sehr stabil. Meine Meinung war daher deutlich "super Idee, wunderbar, genau das was das Müllerchen braucht". Schliesslich bin ich ja auch grosser Fan von Re- und Upcycling, das verpflichtet doch, oder?

Unsere Freunde waren sehr erleichtert, denn sie haben wohl schon andere Erfahrungen innerhalb ihres Familien-/Bekanntenkreises gemacht. Aber was ist daran so schlimm, wenn gut erhaltenes weitergegeben wird? Nur weil es ein sozusagen echtes Geschenk zu Geburtstag/Weihnachten/Ostern/wasweissich ist und nicht einfach so zwischendurch gegeben wird? Weil es Spielzeug ist? Wenn ich in ein Auktionshaus gehe, dann sind da so viele "alte" und "gebrauchte" Sachen, für die teilweise ernorm viel Geld gezahlt wird. Ist das der Unterschied? Dass es wichtig ist, um was es sich handelt?

Hmmm, ich bin mir da noch nicht so ganz schlüssig, da kommt bestimmt noch ein Blogpost dazu. Jedenfalls sind Herr Müller und ich uns einig, dass gut erhaltene, gebrauchte Dinge, die wir wiederum auch wirklich brauchen und verwenden werden, in unserem Haus einen guten Platz finden werden. Und daher auch im Kinderzimmer vom Müllerchen.

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