Freitag, 17. April 2015

Freundschaft im Internetzeitalter

Freundschaft, wie definiert man das? Laut Duden ist Freundschaft ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander. Demzufolge ist Herr Müller mein Freund und nicht "nur" mein Ehemann. Aber auch meine besten Freundinnen (Lux lässt grüssen, aber nur die Eingeweihten wissen, um was es geht) und meine Schulfreundin K., mit der ich wirklich durch dick und dünn gegangen bin, sind wichtig in meinem Leben. Desweiteren all meine Freunde aus meiner Zeit in Spanien und England, dank Social Media bleiben wir in Kontakt und das finde ich wirklich schön. Diese große Welt ist manchmal doch klein und umgekehrt.

Freunde übers Internet/Social Media, ja, die habe ich auch gefunden. Ich denke nur an Freundin I., die ich sehr lieb gewonnen habe, wobei wir uns doch in einem Forum ziemlich gezofft haben. Dass wir uns heute so gut austauschen und gegenseitig aufbauen können, macht unsere virtuelle Freundschaft nur umso wichtiger. Über das gleiche Forum habe ich auch Freundin V. kennengelernt und auch schon im echten Leben getroffen. Nicht nur wir, sondern auch unsere Kinder haben beim ersten Kennenlernen keinerlei Berührungsängste gehabt, sondern gleich losgelegt, als würden wir uns schon ewig kennen.
So gibt es viele Beispiele, jedes einzelne ist sehr wertvoll für mich.

Und manchmal ist es mehr als Zufall, wenn Social Media und Real Life zusammen kommen. Wer hätte jemals gedacht, dass die Autorin eines Expat-Blogs, den ich gerne gelesen habe, mit einer Kollegin zusammen war, die mittlerweile eine gute Freundin geworden ist. Leider ist in diesem Fall das Leben ein mieser Verräter, denn heute genau vor einem Jahr ist Jane, die Autorin des tollen Bücher- und Expat-Blogs (Link hier) viel zu früh gestorben. Wer hätte je gedacht, dass die amerikanische Bibliothekarin, die so wunderbare Bücher- und Filmtipps gab und das Leben in den Niederlande so treffend beschrieb, die ich furchtbar gerne einmal im echten Leben kennengelernt hätte, eigentlich gar nicht weit weg war von mir? Auch dann wird mir bewusst, wie klein die Welt doch sein kann.
Es ist unfair und gemein, dass jemand so Liebenswertes so früh von uns gegangen ist, es bleibt die Erinnerung - in meinem Fall an all die interessanten Blogposts - und mein Mitgefühl für Freundin N. und ihre Familie, ich denke an Euch und ganz besonders heute.


Last, but definitely not least, Jane, that one is for you and you will never be forgotten!

Kommentare:

  1. Danke schön. Ich kann nicht viel gegen die Ungerechtigkeit und Gemeinheiten auf dieser Welt tun, aber ich kann versuchen eine gute Freundin zu sein und auf diese Art und Weise etwas Licht in die sprichwörtliche Dunkelheit bringen.

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