Also von Alltag kann hier angesichts der ganzen Umstände keine Rede sein, aber wir versuchen das Beste daraus zu machen und vor allem die Zeit zu Dritt (oder fünft, falls man die beiden Vierpföter mitzählt) zu geniessen.
Herr Müller arbeitet zuhause, das Müllerchen war etwas sauer weil er jetzt zuhause seine Aufgaben machen muss (hier in NL sind die Schulen für drei Wochen geschlossen und die Aufgaben werden digital durchgegeben) und ich war dann heute mal in der Arbeit. Da wir sowieso nur zu dritt in einer grossen Etage sind, hatten wir am Freitag schon so unsere Massnahmen zur Corona-Eindämmung beschlossen. Unsere Tische stehen sehr weit auseinander und sobald man sich erkältet/krank/sonstwas fühlt heisst es "ab nach Hause".
Eigentlich hatte ich heute einen ruhigen Tag erwartet, aber nix davon... Ich arbeite im Energie-/Nahrungsmittelbereich (grob umschrieben) und da ist viel mehr als sonst zu regeln. Respekt für alle, die noch mehr an der "Frontlinie" arbeiten, es sind wirklich ungewohnte Zeiten!
Die Aufgabe für Woche 30 ist, dass man erst einmal auf die Erfahrungen der letzten Woche(n) zurückblicken soll, was
lief gut und wo gibt es Verbesserungsbedarf? Passt die Einteilung in den
Tagesablauf bzw. Agenda? Hat man sich eher zuviel als zuwenig
vorgenommen? Und haben die jeweiligen Aufgaben mehr oder weniger Zeit in
Beschlag genommen?
Hihi, momentan läuft alles etwas drunter und drüber, aber so einiges habe ich bzw. haben wir als Familie schon verinnerlicht und das erleichtert das Familienleben sicherlich. Verbesserungsbedarf gibt es immer, aber das ist ja normal, oder? ;-)
Was das Handarbeiten angeht, ehhh, ich muss zugeben, dass ich mittlerweile bereits dabei bin die sechste Stola mit Lochmuster zu stricken. Diese tollen Muster machen wirklich abhängig, das strickt sich wunderbar vor sich hin und schwupps, wieder eine Stola fertig! Ich muss jetzt mal überlegen, was ich mit all den Stolas/Schals mache, denn soooo viele brauche ich ja auch wieder nicht.
Und ein neues Upcycling-Projekt habe ich eine Patchworkdecke begonnen. Der Vorhangstoff aus dem alten Kinderzimmer vom Müllerchen (aus dem Haus, wo wir früher gewohnt haben) ist einfach zu niedlich. Deswegen habe ich zwei weitere passende Stoffe gekauft (jaja, nicht wirklich Upcycling), habe ein bisschen rumgerechnet wegen der Abmessungen, geschnitten und jetzt geht es ans zusammennähen. Ich bin gespannt, wie die Decke wird; ich sehe das erst einmal als Übungsobjekt - wenn alles Murks ist, ist es nicht weiter schlimm. Ich habe aber schon angefangen, die ersten "Lessons Learned" aufzuschreiben, Patchwork bzw. Quilting ist gar nicht so einfach ;-)