Mittwoch, 7. Juni 2017

Falten im Gesicht und Böse gucken vermeidet man...

... wenn man sich am Vortag schwungvoll im Dachboden aufrichten will und vergisst, dass da doch ein Balken im Weg ist. Die Beule auf der Stirn tut nur nicht weh, wenn ich entspannt lächle ;-)

Tja, das hat noch gefehlt, rechter Fuss tut aua und der Kopf jetzt auch, wo soll das denn noch enden?

Dienstag, 6. Juni 2017

WMDEDGT 06/2017

Heute ist bereits der 6. Juni, aber ich möchte den gestrigen Tag doch gerne Revue passieren lassen...
Also nix wie ran an die Tastatur und dann bei Frau Bruellen verlinken....

So gegen 05:00 Uhr - Ich werde wach, da die ersten Sonnenstrahlen durchs Fenster fallen und das Müllerchen im Schlaf vor sich hin murmelt. Er war mitten in der Nacht samt seinem Schlafsack in unser Zimmer getrappst und hat sich dann vor unser Bett in den Schlafsack gekuschelt. Nun, der Teppichboden ist sehr weich, der Schlafsack kuschelig und wenn er so schlafen kann, prima.
Da auch hier in NL der Pfingstmontag ein Feiertag ist, können wir ausschlafen und so tun wir das dann auch.

So rund um 08:00 Uhr - Wir werden alle mehr oder weniger wach, Herr Müller und das Müllerchen gehen schon einmal nach unten zum Frühstücken und ich komme dann noch ein wenig schlaftrunken nach. Eigentlich sollte ich das lassen, wieder einschlafen wenn es schon hell wird, ich träume dann nämlich immer ganz besonders bescheuerten Mist, dieses Mal von Luchsen, die übers Dachflächenfenster abhauen und nur auf meine Mutter hören - was will mir dieser Traum sagen?!?

Nach Frühstück mit Müsli, Kaffee trinken, Lego mit dem Müllerchen spielen, aufräumen, Wäsche zusammenlegen und auch aufräumen, Duschen, Anziehen etc. machen wir uns gegen 12:00 Uhr auf zum Gartencenter, wir brauchen noch ein paar Sachen.

Ja, wir sind an so einem Tag natürlich nicht die einzigen mit diesem Gedanken und so ist hier einiges los, jeder aber sehr entspannt und gut gelaunt und auch in der Cafetaria müssen wir zwar warten, aber der nette Service und das wie immer superleckere Essen machen das Warten wieder wett. Das Müllerchen ist doch noch ein bisschen krank und klettert auf meinen Schoss, armer Kleiner, wir zahlen daher ziemlich schnell und fahren wieder nach Hause.

Ziemlich genau um 13:30 sind wir wieder zuhause, Herr Müller baut im Garten das Sonnenzelt fürs Müllerchen auf, der legt sich hinein und döst. Herr Müller hält auch ein kurzes Mittagsschläfchen, ich stricke etwas an den Sneakersocken, bis mein Mann (also Herr Müller) dann im Garten werkelt und ich dann auch Lavendel einpflanze, die Kletterrosen mit Antiblattlausmittel einsprühe und die Blumen in den Töpfen giesse.

Im Gartencenter haben wir Blumen für Nachbarn von uns gekauft, ich bringe die Begonien zu unserer kranken Nachbarin, so als kleine Aufmunterung. Nun, ich hätte mir denken können, dass ich hier nicht so schnell wieder wegkomme, sie freut sich über die Abwechslung und muss mal einiges loswerden. Aber nach einiger Zeit werden ihre Augenlider sehr schwer, ich nehme sie noch kurz in den Arm und verschwinde möglichst lautlos aus dem Haus. Gute Besserung, liebe Nachbarin I.!

Mittlerweile ist es später Nachmittag, das Müllerchen schläft jetzt zur Abwechslung auf dem Sofa, Herr Müller und ich geniessen ein Eis und quatschen ein bisschen miteinander.
Ab Dienstag soll das Wetter wieder umschlagen und so sitzen wir gemütlich draussen auf der Terrasse und geniessen das Sommerwetter.


Dann gehe ich noch schnell bei Nachbarin C. vorbei, sie hat heute Geburtstag und bekommt einen Hibiskusstrauch von uns. Sie freut sich sehr, lädt uns auf einen Wein ein, aber das müssen wir verschieben auf ein anderes Mal, das Müllerchen ist heute echt nicht fit.

Zum Abendessen gibt es Spinatpizza mit Tomatensalat und wir lassen uns den leckeren Rotwein (leider die letzte Flasche davon hmmm) schmecken.
Das Müllerchen schläft immer noch und wird in sein Schlafzimmer verfrachtet.

Wir sitzen noch draussen, reden miteinander, machen Pläne fürs Haus, wordfeuden gegen einander und geniessen noch immer das schöne Wetter und die Ruhe.
Tja, da wussten wir auch noch nicht, dass die kommende Nacht eine durchaus unruhige werden würde, da das Müllerchen natürlich nach all dem Schlafen hellwach war und gaaaanz viel redete...
Aber das gehört dann nicht mehr zum 5. Juni ;-)

Sneakersocken

Krankheitsbedingt (fies verstauchter Knöchel, mein rechter Fuss schillert jetzt in allen Farben) musste ich die letzten Tage auf der Couch verbringen, zwangsweise zur Ruhe verdonnert.
Still sitzen ist nicht meine grosse Stärke und so habe ich einfach ein neues Paar Socken gestrickt, passend zu den Temperaturen Sneakersocken aus Baumwollgarn.

Sneakersocken
Die Anleitung ist aus dem Buch "Socken brei je zo", das mir eine liebe Freundin geschenkt hat, wahrscheinlich mit gewissen Hintergedanken ;-) nicht wahr, liebe Mi.?
Die Ferse und Sohle wird aus Tragekomfortgründen links gestrickt und ich musste mich erst einmal wieder ans Linksstricken gewöhnen, aber sobald man den Dreh raushat, stricken sich die Socken superleicht.
Das Garn ist ein Uraltgarn, ich glaube von Regia Sockenwolle, aber bereits einmal verstrickt und wieder geribbelt. Autofahren zum nächsten Wollladen war aus Gründen leider nicht möglich.

Nun, heute tobt hier ein Sommersturm mit viel Regen, mein rechter Fuss passt immer noch nicht so recht in einen Schuh und somit müssen die Socken auf den ersten Trageeinsatz noch warten.

Freitag, 2. Juni 2017

Ein verspätetes Weihnachtsgeschenk...

... und bei den derzeitigen sommerlichen Temperaturen nicht wirklich brauchbar, aber gezeigt wird er trotzdem, der Schal für Herrn Müller.

Herr Müller bekam zu Weihnachten letzten Jahres unter anderem einen Gutschein für etwas Selbstgestricktes, denn auch wenn er Wollsocken nicht anzieht (ich muss da doch noch einmal ein Wörtchen mit ihm reden, oder?), so findet er es doch sehr schön, wenn ich ihm etwas stricke. Und nicht nur bei winterlichen Temperaturen ist so ein Schal nützlich, sondern auch beim Motorrad fahren gegen den kalten Fahrtwind.

Also habe ich mich immer wieder einmal im Garten in die Sonne gesetzt und gestrickt, bis der Schal lang genug war und jetzt einsatzbereit ist.


Die Wolle ist vom Markt, 25 % Schurwolle 75 % Polyacryl und bei 40 Grad waschbar, was durchaus sinnvoll ist, denn all die kleinen Fliegen, die der Fahrtwind beim Cruisen so mit sich bringt, müssen ja auch wieder rausgewaschen werden...

Das Rechts-Links-Muster erinnert ein bisschen an Zeichnungen von M.C. Escher, die Herr Müller sehr mag - und ich mag es wiederum, wenn ich etwas nähe/stricke/bastle mit einer Hintergrundgeschichte. Der Schal für unsere frühere Nachbarin ist auch so ein Beispiel.

Und somit ist wieder ein UFO fertig, fehlen nur noch ein Pulli für mich, einer fürs Müllerchen, ein Paar Sneakersocken für mich und eine Strickjacke... Oooops, wie war das noch einmal mit erst fertigstellen und dann was Neues anfangen?



Donnerstag, 1. Juni 2017

Socken für eine liebe Freundin

Socken stricken hielt ich lange Zeit für eine ziemlich überflüssige Angelegenheit. Das hatte auch mit dem Öko-Image zu tun oder wie man so schön auf Niederländisch sagt "Geitenwollensokkentype"...

Aber dann gab es auf einmal Socken nur noch in den Grössen 35-38 und 39-42. Ich habe aber Schuhgrösse 38/39 und somit nur noch die Wahl zwischen Rutschesocken oder einer Ferse, die mir halb unter dem Fuss hing. Und da ich im Winter oft kalte Füsse habe, fing ich dann doch mal mit dem Selberstricken an. Tja, was soll ich sagen, ich mag es unheimlich gerne, denn das sind übersichtliche Projekte, ich komme schnell voran, Sockenwolle gibt es in unendlich vielen Farben, ich kann sie nach Mass stricken undundund.

Im Laufe der Zeit habe ich bereits eine ganze Schublade voll Socken für mich gestrickt, die ich auch alle anziehe. Wenn ich jedoch ehrlich bin, sind 20 Paar Wollsocken mehr als genug. Herr Müller ist in diesem Fall kein mögliches "Opfer", er hat nämlich schon Wollsocken (selbstverständlich von mir gestrickt haha) und zieht diese eigentlich nur zuhause an, da er die Socken nicht als bürotauglich sieht... Hmmmm, und das ist mein Mann?!? Nix für ungut, ich verstehe es ja und kein Mensch muss müssen.

Und dann sah eine Freundin selbstgestrickte Socken von mir und war hin und weg! Juchuh, ich kann wieder jemanden mit Socken beglücken ;-)

Hier also mal wieder ein selbstgestricktes Paar Wollsocken:
Gestrickt mit 64 Maschen in einem einfachen Rechts/Links-Muster aus zwei verschiedenen Blautönen (Wolle Regia, aber schon gut abgelagert, ich weiss daher keine Kollektion mehr) in Grösse 39.
Der Musterrapport (8 Maschen) besteht aus 5 Maschen rechts 3 Maschen links (wiederholen) in der ersten Reihe und 5 Maschen rechts 1 Masche links 1 Masche rechts 1 Masche links in der zweiten Reihe, das ganze entsprechend oft wiederholen ;-)

NB: Es geht in den nächsten Tagen weiter mit dem Organisieren etc. Ich habe nicht still gesessen, aber Zeit zum Bloggen war leider nicht vorhanden bzw. muss ich mal gefälligst lernen, mir die Zeit dafür zu schaffen...





Samstag, 6. Mai 2017

Osterbrunnen oder wie die Nachbarn bei unserem Vorgarten stehenblieben

Ostern ist seit geraumer Zeit vorbei, auch wenn wir es noch nicht geschafft haben alle Schokohasen und -eier zu essen. Dem Müllerchen ist das aber vollkommen egal, er fragt jetzt schon, welches Tier denn an Pfingsten kommt und Süssigkeiten bringt...


Bevor das Müllerchen in unser Leben kam, hatten wir nur sehr selten Osterschmuck. Manchmal ein paar Zweige aus dem Garten mit bemalten Ostereiern, aber als die Katzen bei uns einzogen, war das Thema schnell erledigt - junge Katzen und buntes schaukelndes Zeug an Zweigen ist keine gute Kombination.

Seit den letzten Jahren dekoriere ich aber wieder, die Katzen sind ja schliesslich auch älter und ruhiger geworden oder haben es einfach aufgegeben auf Tische zu bringen und die Krallen in seltsames Zeugs zu hauen. Und das Müllerchen mag bunte Deko, ich im übrigen auch und Herr Müller findet es auch ok. So kamen also die bemalten Ostereier und Filzhasen wieder zum Vorschein.

Im Vorgarten unseres neuen Hauses gibt es eine Art Rosette aus Buchs mit einem Buchsbäumchen im Topf in der Mitte. Eigentlich etwas kitschig, passt aber wunderbar zu unserem Haus aus den 1920ern. Allerdings fand ich in der Woche vor Ostern all das dunkelgrüne Buchszeug nicht wirklich schön, eher sehr langweilig, zumal die Magnolie auch noch nicht blühte und der Vorgarten sehr dunkel wirkte. In meiner alten Heimat gibt es den Brauch der Osterbrunnen (die Dorf- bzw. Stadtbrunnen werden gereinigt und dann mit Grün und Ostereiern bunt geschmückt). Herr Müller findet diesen Brauch toll, für mich ist es eben eine dieser Traditionen, die einfach dazugehören und so haben wir beschlossen ein paar bunte Ostereier in den Buchs zu hängen. Nächstes Jahr werden wir das ganze professioneller anpacken, aber wir fanden es schon mal sehr schön bunt ;-)



Unsere Nachbarn sind grösstenteils sehr freundliche und liebe ältere Leute, die ihre Vorgärten liebevoll pflegen (lassen) und zumindest an Weihnachten ein bisschen dekorieren. Sie wissen, dass ich aus Deutschland komme, finden dies toll und stellen viele Fragen z.B. zu Geschichte und Geografie. Total lieb dieses Interesse, aber manchmal kann ich leider keine Antwort geben (wie weit ist es von hier bis nach Fulda? Ehhh, da muss ich mal den Routenplaner befragen, und auch die Namen aller Burgen und Schlösser in Süddeutschland weiss ich nicht...).
Gut, zurück zum eigentlichen Thema, die Nachbarn sind daran gewöhnt, dass bei uns manche Dinge etwas anders gemacht werden (Weihnachtsdeko im Garten erst kurz vor Weihnachten und nicht schon vor Sinterklaas, es kommt das Christkind und nicht der Weihnachtsmann etc.), aber als Herr Müller und ich die bunten Eier in den Buchs gehängt haben, gingen die Gardinen des öfteren auf und zu und gab es einige neugierige Blicke. Kurz darauf machten auf einmal sehr viele Leute einen Spaziergang entlang unseres Gartens und guckten äusserst interessiert hinein, blieben stehen und hatten ein Lächeln im Gesicht.

Am schönsten fand ich aber unsere Nachbarin C., eine rüstige ältere Dame, die leider einen Unfall hatte und jetzt vorübergehend mit Rollator bzw. Stock laufen muss. Was sie so garnicht mag, denn sie ist gerne unabhängig und möchte lieber nicht an ihr fortgeschrittenes Alter erinnert werden.
Sie erzählte mir letztens, dass sie bei ihren Spaziergängen (mit Rollator) rundum Ostern immer bei unserem Vorgarten stehenblieb und die Ostereier bewunderte, insgeheim aber die paar Minuten zum Ausruhen nutzte, aber so überhaupt keine Lust auf mitleidige Fragen nach ihrem Befinden hatte. Und schon garnicht zugeben wollte, dass sie nicht mehr so kann wie sie will (obwohl, mir sagte sie es ja auch? nun ja). Da kam unser "Osterbrunnen ohne Brunnen" gerade recht als Vorwand... Ich musste doch sehr schmunzeln!

Mittlerweile sind die Eier längst wieder verstaut und wir bekommen immer noch Fragen dazu sowie die Bitte, das nächstes Jahr an Ostern doch wieder zu machen, denn das wäre ja so schön fröhlich ;-) Also dann, wir werden dann in 2018 mal so richtig loslegen mit selbstbemalten Eiern statt wetterfesten Plastikeiern auf Rundbögen und noch ein bisschen mehr Deko. Was tut man nicht alles für ein bisschen mehr Farbe und Fröhlichkeit im Leben?

Freitag, 5. Mai 2017

WMDEDGT 05/2017 oder wo ist denn nur all die Zeit hin...

Ohohoh.... jetzt war es aber lange ruhig hier. Studium, Festvorbereitungen und noch einiges andere haben dafür gesorgt, dass ich - getreu dem Organisationsbuch - Prioritäten gestellt habe bzw. musste und so ist das Bloggen in den Hintergrund getreten. Nichtsdestotrotz habe ich aber gestrickt (Socken für liebe Freundinnen und der Schal für Herrn Müller ist bereits auf den Nadeln), genäht (meterweise Gardinen, Hosen vom Müllerchen ausgebessert und aus einer alten Jogginghose mit Farbflecken von mir eine Jogginghose fürs Müllerchen), gelesen (vor allem Grammatikbücher) undundund.
Und da heute der 5. des Monats ist, nehme ich Frau Brüllens Aufruf zum Tagebuchbloggen als Anlass, um mal wieder zu schreiben.

07:00 - Ich werde langsam wach und überlege, ob ich an diesem letzten Ferientag (Maiferien des Müllerchens) noch liegen bleibe oder doch mal gleich aufstehen sollte. Die Entscheidung wird mir leicht gemacht, da Herr Müller gerade aus dem Bad kommt und beschlossen hat, doch zuhause zu arbeiten. Schnell Zähne putzen und Bademantel anziehen, dann essen wir gemütlich zusammen Müsli.
Das Müllerchen wird auch wach und kommt dazu, wir haben viel Spass und machen Quatsch zusammen. Nach einem Kaffee verabschiedet sich Herr Müller und geht mit Laptop und Handy nach oben in den Dachboden (das wird mal das Arbeitszimmer, jetzt stehen aber noch ziemlich viele Umzugskartons rum upps) und das Müllerchen und ich spielen erst einmal zusammen Playmobil.

09:00 - Nach Spielen, Wäsche sortieren, Wäsche waschen und in den Trockner befördern schleiche ich mich mal unter die Dusche. Ab naechster Woche ist die Luemmelei wieder vorbei, das Muellerchen muss ja schliesslich zur Schule gebracht werden und ich bin mir sicher, dass ich das nicht im Schlafanzug tun moechte...

09:30 - Und weiter geht es mit Playmobil und Lego spielen, Waesche aufhaengen, buegeln und aufraeumen. Nebenbei lese ich noch die neuen Studienunterlagen durch und mache schon mal ein paar Notizen.

10:30 - Herr Mueller kommt auf einen Kaffee herunter, wir quatschen ein bisschen und spielen Wordfeud, das Muellerchen kommt kuscheln und die Katzen auch. Dann geht es fuer Herrn Mueller wieder an die Arbeit, das Muellerchen will Pink Panter angucken und ich geh dann mal Waesche aufraeumen.

12:00 - Die Testprozeduren von Herrn Mueller sind schneller vorbei als erwartet und so koennen wir gemeinsam Mittag essen. Hmmm der allerletzte Rest vom Holzofenbrot aus der alten Heimat zusammen mit Bauernleberwurst, Bratwurstgehaeck und Essiggurken, joooh, das ist was Feines!

12:30 - Und wieder spielen mit dem Muellerchen, nun ja, letzter Ferientag ;-) und ehrlich gesagt, finde ich Lego auch toll! Wir bauen gemeinsam einen Palast fuer die Ritter und die Monster, die sich dann gegenseitig die Koepfe einhauen (ehrlich, wir sind eigentlich total friedliebend) und lachen soviel, dass der Bauch weh tut.

15:00 - Das Muellerchen will jetzt alte Disney-Filme angucken, finde ich auch prima, und so kuscheln wir uns auf die Couch. Normalerweise wuerde ich mit ihm in den Garten gehen zum Spielen, aber hier ist es kalt und sehr windig, da macht das auch dick eingemummelt keinen Spass. Die Waesche trocknet draussen auch nicht so recht, Mann, ich will Sonne und waermere Temperaturen, es ist schliesslich Mai!

16:00 - Herr Mueller kommt wieder nach unten und wir trinken nochmal Kaffee zusammen, quatschen etwas und dann tauche ich doch noch mal in die Studienunterlagen und beschaeftige mich mit der Pyramide von Maslov und vergleichbaren Theorien. Danach ist noch staubsaugen angesagt, bei einem Kind und zwei Katzen kein unnuetzer Luxus.

18:00 - Abendessenplaene, wir wollen Grillen. Der BBQ wird angezuendet, Herr Mueller und das Muellerchen trotzen der Kaelte und lassen Seifenblasen steigen. Ich bereite Tomaten-Mozzarella-Salat und Kartoffelsalat zu, schnippel Tomaten, Zwiebel und Salat und toaste die Pitabroetchen. Hmmmm, das wird bestimmt lecker!

18:30 - Abendessen und oh Wunder ueber Wunder, das Muellerchen ist ganze zwei Pitabroetchen und das, obwohl er nicht so der grosse Esser ist. Gut, die Pitas werden mit Ketchup und Kartoffelsalat gefuellt, das waere ja jetzt nicht so meine Wahl, aber hey, es scheint ihm zu schmecken und ich muss es ja nicht essen;-)

19:00 - Alle Drei zusammen auf der Couch, das ist zwar eng, aber sehr kuschelig und bei dem trueben Wetter wunderbar. Wir spielen noch ein bisschen mit Lego und das Muellerchen erfindet eine ganze Geschichte dazu.

19:30 - Zeit fuers Duschen, das Muellerchen saust nach oben, braucht aber ein bisschen Ueberzeugung um seine Kleidung auch auszuziehen... Dann geht es fuer ihn in die Badewanne, Herr Mueller sorgt dafuer, dass das Wasser auch in der Badewanne bleibt und nicht ausserhalb landet und ich setze mich dann mal an den PC zum Bloggen.

20:30 - Nach Bloggen und das Internet leer lesen (hahahaha, natuerlich nicht) stelle ich fest, dass es ein Stockwerk weiter unten verdaechtig ruhig ist. Entweder das Muellerchen ist freiwillig in sein Bett gekrochen oder er spielt heimlich still und leise weiter vor sich hin. Da gehe ich doch mal gucken.
Spaeter werden Herr Mueller und ich noch ein oder zwei Folgen Bergerac gucken und dann mit ner Tasse Tee Richtung Bett verschwinden, die Fahrt nach Deutschland und die Hektik der letzten Zeit steckt uns wohl doch noch in den Knochen.

21:00 - Fehlalarm, das Muellerchen hat Tauchen und unter Wasser Luft anhalten geuebt, daher wars im Badezimmer so ruhig. Und bevor die Elternpolizei aufschreit, Herr Mueller war die ganze Zeit dabei, da kann nix passieren.
Als das Muellerchen endlich aus dem Wasser draussen und im Schlafanzug ist, werden erst einmal ein paar Dinos zerlegt und wieder zusammengebaut und wieder zerlegt und wieder...
Da weder Herr Mueller noch ich Lust auf dieses Spiel haben gehen wir ins Wohnzimmer. Ich raeume Lego und Playmobil auf, damit wir nicht aus Versehen drauf steigen und womoeglich stolpern und auch die Katzen nicht nachts damit spielen. Gerade die runden Teile eignen sicg hervorragend fuer naechtliches Katzenfussball spielen, was suf dem Holzboden auch so richtig schoen Krach macht. Von den Kratzern sprech ich jetzt mal nicht.

21:30 - Nach Geschichte vorlesen und Gute-Nacht-Kuss beginnt jetzt endlich der Elternteil des Abends - hatten wir zumindest Aber gut, es gibt noch mehr Kuesschen und dann scheuchen wir das Muellerchen ins Bett. Fuer uns gibt es dann Erdbeeren mit einer Kugel Vanilleeis und eine Folge Bergerac. Ich stricke noch weiter am Motorradschal fuer Herrn Mueller bis wir dann so gegen 23:00 mit Tee Richtung Schlafzimmer verschwinden.

23:05 - Beim Muellerchen ist noch Licht, er selbst ist mitten auf dem Teppich umringt von Dinos eingeschlafen. Bevor wir ihn in sein Bett verfrachten mache ich gemeine Mutter noch ein Foto ;-) demnaechst lege ich dann mal einen Ordner an mit dem Namen "Fotos vom Muellerchen zu verwenden bei seiner Hochzeit oder aehnlichen offiziellen Angelegenheiten"...

23:30 - Nach Zaehne putzen und abschminken tippe ich die letzten Zeilen, wir trinken Tee und wordfeuden noch etwas und dann heisst es endgueltig Gute Nacht.